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Nur auf den ersten Blick ist die "Kunst des Schönschreibens" ein Thema für Spezialisten. Es ist ein weiter, ein geradezu unendlicher Kosmos, der sich dem Besucher in den Räumen des alten Hauses öffnet. Technik, Wirtschaft, Natur, Literatur und Kunst - um all das geht es im kalligraphischen Atelier und Museum von Martin Heickmann.

Vor einem Jahr haben Martin Heickmann und seine Frau Anne das alte Kirchgut Koppelweide übernommen. Der Hof wurde 1555 erstmals urkundlich erwähnt, der Johanniterorden gründete hier einst die erste Fischzucht im Alpetal. Später war das Haus die Dienstwohnung des Pfarrers. Das ehemalige Wirtschftsgebäude war über viele Jahre eine Gastwirtschaft. Zuletzt stand das Gebäude leer. Die Heickmanns stießen auf das lauschig gelegene Anwesen, als sie sich vom Münsterland aus auf die Suche nach einem neuen Wohnsitz machten. Ein wichtiges Kriterium war dabei, dass genug Platz für die umfangreiche Sammlung von Schreibutensilien vorhanden sein musste. Im Juni 2016 haben die Heickmanns dort ihr Privatmuseum eröffnet. "Das Haus ist über viele Jahre ein Ort der Gastlichkeit gewesen", sagte Martin Heickmann bei der Einweihungsfeier. "Mit der Eröffnung von Atelier und Museum kehrt wieder Leben in dieses Haus zurück."

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Vom Sammler zum Kalligraphen geworden ist Martin Heickmann. Er rührt sogar seine Tinte selbst an. (Foto: Kempin)